IN VIA Color

Seit über 25 Jahren bietet IN VIA Aachen mit dem Treff IN VIA Color im Übergangswohnheim der Stadt Aachen in der Weißwasserstraße im Stadtteil Aachen-Ost eine Anlaufstelle für die dort lebenden Kinder und Jugendlichen.

Die Unterbringung des Treffs in einer der Wohnungen des Wohnheims verleiht der Einrichtung einen nachbarschaftlichen Charakter. Auf diese Weise wird die Konzeption des Projekts unterstrichen, den Besuchern in ihrer gewohnten Umgebung, als Nachbarn, auf Augenhöhe zu begegnen.

Der Name der Einrichtung spiegelt die bunte Vielfalt der Angebote wieder. Klassische Kreativangebote und kleinere Exkursionen wurden im Laufe der Jahre ergänzt durch ein Internet-Café, schulbegleitende (z.B. Hausaufgabenbetreuung) und Angebote zu preiswerter, gesunder Ernährung.

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Eine ständige Herausforderung für das Team der Einrichtung bildet die zwangsläufige Fluktuation der Bewohnerinnen und Bewohner des Übergangswohnheims. Vertrauen muss immer wieder aufs Neue aufgebaut und bestätigt werden. Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang die seit Jahren erfolgreiche Vernetzung und Kooperation mit dem ebenfalls in der Weißwasserstraße beheimateten lokalen Sozialdienst der Stadt Aachen.

Die Räume des kleinen Treffs wurden in 2012 bis Anfang 2013 in Eigenleistung sukzessive teilrenoviert und, dem Namen entsprechend, mit einem frischen, bunten Anstrich versehen. Am 20.02.2013 fand die „Neueröffnung“ statt.

Im Frühjahr 2013 konnten wir als Neuerung ein Frühstücksangebot an zwei Wochentagen installieren. Möglich wurde dies durch das hohe Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die noch weiter intensivierte Kooperation mit dem Sozialdienst Weißwasserstraße. Ferner wurde ein Netzwerk mit dem Kindergarten Weißwasserstraße, der KiTa, der OT und der Kirchengemeinde St. Apollonia aufgebaut.

IN VIA Aachen ist mit dem Treff IN VIA Color zudem im Projekt „Zukunftswerkstatt Rothe Erde“ präsent.

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Ausgangspunkt für dieses Angebot war die Einschätzung, dass die nicht selten depressive oder auch aggressive Grundstimmung im Übergangswohnheim in Kombination mit mangelnden Konfliktlösungsstrategien sich negativ auf die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen auswirken.

So sollte durch ein gemeinsames Frühstück in entspanntem, begleitetem Setting ein Begegnen „auf  Augenhöhe“, ein konstruktiver Umgang mit Problemsituationen (Gesprächskultur) und nicht zuletzt auch eine solide Ernährungsbasis an zumindest zwei Wochentagen ermöglicht werden.

Wenn möglich, nehmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sozialdienstes ebenso wie Mitarbeiter der Hausverwaltung des Übergangswohnheims am Frühstück teil.

Der Erfolg mit bis zu 30 Besucherinnen und Besuchern gibt uns Recht, die Zahl der  durch die Bewohnerinnen und Bewohner ausgelösten Gewaltvorfälle wurde signifikant reduziert. Das gewachsene Verantwortungsbewusstsein und das „Wir Gefühl“ als Antwort auf die Stigmatisierung dieses Wohnumfeldes manifestieren sich in von mehr Harmonie geprägten (familiären) Strukturen mit entsprechend positiver Auswirkung auf die Kinder und Jugendlichen.

Während der schulfreien Zeiten sind die Kinder und Jugendlichen ebenfalls regelmäßig unsere Gäste.

 

Zielsetzung für das aktuelle Jahr 2014 sind die dauerhafte Verankerung der zuletzt genannten Maßnahme und darauf aufbauend mehr Aktivitäten mit den ganzen Familien und den Nachbarn.